Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)

Auwaldzecke

 

 

  

 

 

 

 

 

 

Die Auwaldzecke wird der Kategorie der Schildzecken zugeordnet und erhält aufgrund der Übertragung von Babesiose auf den Hund eine größere Bedeutung.

Körperbau:
Bereits nüchtern ist das Weibchen bis zu 16 Millimeter groß und damit bei Weitem größer als der Gemeine Holzbock. Die Weibchen sind im Allgemeinen größer als die Männchen, wobei das Männchen einen Panzer über den ganzen Körper trägt und bei Weibchen nur ein Körperdrittel durch ein Rückschild bedeckt ist. Der Panzer ist weißlich marmoriert und der Außenrand rotorange.

Entwicklung:
Die Auwaldzecke macht einen dreimaligen Wirtswechsel durch, so dass sich die gesamte Entwicklungszeit auf 1 bis 1,5 Jahre erstreckt. Als letztes Opfer und somit auch als letzter Wirt dienen auch Haustiere, wie Hunde und Pferde, aber auch Rinder und Schafe, Wildschweine, Rehe und Füchse.
Zu Beginn der Entwicklung und auch in der zweiten Entwicklungsstufe dienen kleinere Säuger (Nagetiere, etc.) als Wirte. Im letzten Entwicklungszyklus (ca. 1 Jahr später) häutet sich die Zecke und ist damit ausgewachsen.

Lebensraum:
Feuchte Gebiete (Auwälder, Moore, Laubwälter) werden von dieser Zeckenart bevorzugt. Sie benötigen eine Temperatur von 20°C bis 22°C und hohe Niederschlagsmengen.

Verbreitung:
Die ursprünglich aus Ungarn, Österreich und Norditalien stammende Zeckenart hat ihr Verbreitungsgebiet um 1970 stark nach Norden ausgedehnt und hat somit seit 1973 auch in Deutschland eine natürliche Population aufgenommen.

 

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