Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)

Gemeiner Holzbock

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da der Gemeine Holzbock nicht nur Wild- und Haustiere bevorzugt, ist er als Krankheitsüberträger auch für den Menschen von besonderer Gefährlichkeit. Er überträgt unter anderem die für den Menschen besonders gefährliche Lyme-Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Der Gemeine Holzbock überträgt auch Krankheiten auf Tiere, insbesondere auf Hunde. Eingehende Erfahrungsberichte von Zecken übertragenen Krankheiten auf Katzen gibt es nicht. Katzen sind im Allgemeinen immuner gegen die übertragenen Krankheiten, wobei eine Infektionsfreiheit nicht ausgeschlossen werden kann. Werden die Tiere nicht behandelt, können diese auch an Borreliose, Anaplasmose und FSME-Viren erkranken.

Körperbau:                    

Der Holzbock wird durchschnittlich zwischen 2,5 und 4,5 Millimeter groß, wobei sich die Größe wesentlich nach dem Geschlecht unterscheidet. Die Weibchen sind in der Regel größer als Männchen.

Das Männchen trägt einen etwas größeren und stärkeren Chitinschild, welcher die gesamte Rückfläche bedeckt, während das Weibchen nur einen kleinen Teil des Rückens mit dem Schild bedeckt.

Entwicklung:                 

Der Gemeine Holzbock entwickelt sich in drei Stadien. Im ersten Entwicklungsschritt lebt die Zecke nach dem Schlüpfen als Larve und sucht nach seinem ersten Wirt. Das erste Opfer hat ungefähr die Größe einer Maus. Nach dem ersten Saugen (ca. 4-5 Tage) geht der Holzbock in die zweite Entwicklungsphase seines Lebens über. Er lebt nunmehr als Nymphe. Als Nymphe ist die Zecke deutlich größer und besitzt acht Beine.

In der dritten Entwicklungsstufe ist die Zecke voll entwickelt. Nach dem Blutsaugen ist das Tier nunmehr vollständig entwickelt und kann sich paaren.

Zecken können bis zu einem Jahr ohne Nahrung auskommen. Während sich die Männchen nur innerhalb der beiden ersten Entwicklungsstufen als Blutsauger ernähren müssen, sind die Weibchen in allen Stufen ihres Lebens auf einen Wirt angewiesen. Das Männchen ist in der letzten und dritten Entwicklungsstufe lediglich auf der Suche nach einem Weibchen.

Lebensraum:                 

Zecken halten sich meist in Erdbodennähe auf und benötigen ein mildes und feuchtes Klima. Aktiv wird der Gemeine Holzbock ab Temperaturen zwischen 8°C und 10°C. Bevorzugte Lebensräume sind daher Wiesen, Sträucher, Gärten.  

Besondere Merkmale:   

Der Holzbock kann zwischen vielen Wirten wählen.

Verbreitung:

Deutschland- und europaweit ist diese Zecke zu finden. Sie hält sich überwiegend in Wäldern, an Waldrändern und Gärten auf. In Gebirgslagen über 1.500 m ist diese Zeckenart eher weniger zu finden. Ihre aktive hat sie meist in der Zeit von März bis Oktober, wobei sie auch in milderen Gebieten ganzjährig tätig ist.

 

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