Borreliose

Die Borreliose zählt zu einer der bedeutesten durch Zecken übertragenen Krankheiten. Sie wird durch einen Zeckenbiss übertragen und fällt in die Kategorie der Infektionskrankheiten.

Die Erreger sind so genannte Borrelien. Diese Erreger sind weltweit verbreitet und werden insbesondere in Deutschland durch den Holzbock übertragen. In den nördlichen Bundesländern beträgt die Anzahl der mit Borrelien verseuchten Zecken ca. 6% bis 10%, während im mittleren und südlicheren Raum Deutschlands ca. 20% bis 30% der Zecken die Infektionserreger in sich tragen. In besonderen Regionen können sogar ca. 50% der Zecken mit dem Erreger befallen sein.

Symptome

Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung an Borreliose liegt laut dem Robert-Koch-Institutes bei 1 zu 300, wobei man in Risikogebieten von einer wesentlich höheren Wahrscheinlichkeit ausgehen muss. Die Übertragung erfolgt nach dem Einstich in einem Zeitraum von 8 bis 12 Stunden. Nach der Infektion kommt es zunächst zu einer Bildung von Antikörpern, die noch kein direktes Krankheitsbild zeigen. Nach der Inkubationszeit (5-29 Tage) kommt es in den meisten Fällen zu einer Infektion der Haut, die sich in Form eines Hautauschlages zeigt. Um die Einstichstelle kommt es zu einem roten Ring, der sich um die Stelle nach außen ausdehnt.

Sobald sich die Rötung ausbreitet, kommt es meist auch zeitnah zu allgemeinen Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, etc.

Da sich der Erreger auch nach Abheilung des Hautausschlags im Körper verbreitet haben kann (sog. Streuung), kann es nach ca. 4-16 Wochen zu grippeähnlichen Symptomen kommen. Oft gehen mit diesen Symptomen starke Schweißausbrüche einher. Haben sich die Erreger stark ausgebreitet, kommt es in den meisten Fällen zu einem Befall der Organe, Gelenke und Muskel sowie des zentralen Nervensystems. Da sich die Borrelienerreger nach bereits kurzer Zeit im Blut im Gewebe festsetzen, sind sie nur erschwert mit Antibiotika oder ähnlichen Medikamenten zu behandeln.

Behandlung

In der Regel wird die Erkrankung je nach Stadium mit Antibiotika behandelt. D.h. bei einer frühzeitigen Diagnose und damit einer rechtzeitigen Therapie sind die Chancen auf komplette Ausheilung der Borreliose gut.

Die grundsätzliche Therapie, die Länge und die Verarbreichungstherapie von Antibiotika richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. Dementsprechend ist bei einer späten Diagnose einer längere Antibiotikatherapie notwendig, wobei hier dann eine komplette Ausheilung nur schwierig erreicht werden kann.

 

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